Rückblicke

16. ÖTT-Tagung 2026

Die Tagung der Plattform „Österreichische Tierärztinnen und Tierärzte für Tierschutz“ (ÖTT) fand heuer am 7. Mai 2026 an der Veterinärmedizinischen Universität Wien statt. Unter dem Motto „Tierschutz im tierärztlichen Fokus“ kamen rund 100 Teilnehmer:innen im Festsaal der Vetmeduni zusammen und rund 76 Teilnehmer:innen waren online dabei, um aktuelle Fragestellungen zum Tierschutz zu diskutieren. Ein Höhepunkt war die Verleihung des 4. Tierschutz-Forschungspreises der ÖTT.

Cornelia Rouha-Mülleder, Sprecherin der ÖTT, Vizerektorin Dr.in Barbara Bockstahler und Kurt Frühwirt, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer, eröffneten die Veranstaltung und begrüßten das Publikum.

Der thematische Bogen der Vorträge spannte sich u. a. von aktuellen Entwicklungen aus dem Tierschutz über tierärztliche Verantwortung im Tierschutz, Schwerpunkten zu Kälbergesundheit und -haltung bis hin zu tierärztlicher Verantwortung aus professionsethischer Sicht, Tierschutz in der Wildtierrehabilitation und stressarmen Handling in der Tierarztpraxis. Zudem wurden mehrere Tierschutz-Fallberichte aus der (amts)tierärztlichen Praxis vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Der Tagungsband ist unter oett.at/downloads/ kostenlos verfügbar!        

4. Tierschutz-Forschungspreis

Im Rahmen der Tagung wurde zum vierten Mal der ÖTT-Tierschutzforschungspreis verliehen. Diesjährige Preisträger:in ist Privatdozentin Dr. Dorothea Döring, die die Fachjury für Ihre Studie zum Thema „The canine vibrissal system as a highly innervated and functional sensory organ“ überzeugen konnte. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis zeichnet wissenschaftliche Arbeiten aus, die nachweislich einen substanziellen Beitrag zur Weiterentwicklung des wissensbasierten Tierschutzes leisten.

Dr. Danter | Dr. Rouha-Mülleder | PD Dr. Dorothea Döring | Ass.Prof.Dr. Baumgartner
© Foto: Dominik Kiss/Vetmeduni

15. ÖTT-Tagung 2025

Am 8. Mai 2025 fand die 15. ÖTT-Tagung der Plattform „Österreichische Tierärztinnen und Tierärzte für Tierschutz“ (ÖTT) – aufgrund der aktuellen Tierseuchensituation
vorsorglich als Online-Veranstaltung -mit über 150 Teilnehmer:innen erfolgreich statt.
Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Tierschutzgesetzes wurde der aktuelle Stand und Entwicklungen im Tierschutz diskutiert. So wurde die neu geschaffene Qualzuchtkommission vorgestellt und Themen wie die Versorgung kranker Schweine, Problembereiche beim Transport und Schlachtung, Tierschutzaspekte beim kleinen Wiederkäuer oder digitale Tierwohlbeurteilungen näher beleuchtet.
In (amts-)tierärztlichen Fallbeispielen wurden wichtige Tierschutzprobleme in der Reptilienhaltung und gesundheitliche Aspekte in der Minipferdezucht erörtert.

Zudem konnte zum dritten Mal der ÖTT-Tierschutz-Forschungspreis verliehen werden. Der Preisträger, Herr Dr. Aghapour von der Veterinärmedizinischen Universität Wien lenkte in seiner Arbeit die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt, der bisher im Tierschutz wenig Beachtung fand: bei Blindenführhunden kann es durch die Führung durch den Bügel und die Anwendung von Kräften zu verschiedenen orthopädischen Problemen kommen. Ziel der prämierten Studie war die die Evaluierung neuer Möglichkeiten zur Entwicklung eines Blindenführhundegeschirrs, das weder den Hund drückt noch die Bewegungsfreiheit der Extremitäten oder der Wirbelsäule einschränkt, wobei alternative Methoden anstelle echter Hunde ganz im Sinne der 3R-Prinzipien (Replace, Reduce, Refine) Anwendung fanden.

Wir gratulieren Herrn Dr. Aghapour zum 3. ÖTT-Tierschutz-Forschungspreis!

Dr. Rouha-Mülleder | Dr. Aghapour | Dr. Danter | Ass.Prof.Dr. Baumgartner